Die einfache und populärwissenschaftliche Antwort ist, dass der Anblick von attraktiven Frauen ungeduldiges Verhalten fördert. Dies geschieht außerdem beim Anblick von Logos verschiedener Fast Food Ketten.
In einer neuen Studie der Toronto University fanden Forscher heraus, dass der Anblick von Fast Food Logos die Ungeduld der Probanden steigerte. Außerdem wurde die Lesegeschwindigkeit schneller und die Probanden bevorzugten einen schnellen Gewinn bei der Bewertung ihrer Investments.
Die Studie untersuchte in drei Versuchen, ob und wie zufälliger Kontakt mit Fast Food ungeduldiges Verhalten erzeugen kann und wie sich dieser Kontakt auf Entscheidungen außerhalb des Essbereichs auswirkt. Dabei zeigte sich, dass selbst impliziter Kontakt mit Fast Food Logos automatisch die Lesegeschwindigkeit der Probanden erhöht. Außerdem zeigte sich, dass das bloße Nachdenken über Fast Food dafür sorgt, dass die Probanden zeitsparende Produkte bevorzugen, auch wenn andere Produktdimensionen eine Rolle spielen könnten. Interessanterweise verringerte dieser Kontakt bei den Probanden auch die Bereitschaft zum Sparen und sorgte dafür, dass die Probanden sich eher für den sofortigen Gewinn als für den größeren zukünftigen Gewinn entschieden.
Damit konnten die Forscher zeigen, dass die Art und Weise, wie wir essen starken impliziten Einfluss auf Verhalten und Entscheidungen auch außerhalb des Essbereichs haben. Für das Neuromarketing ist vor allem eine Erkenntnis sehr interessant:
- Die Erkenntnis, dass die Probanden zeitsparende Produkte bevorzugen, wie zum Beispiel ein Toaster mit mehr als zwei Schlitzen.
Im Gegensatz zu der Ungeduld, die beim Anblick von attraktiven Frauen nur bei Männern entsteht, tritt der Fast Food Effekt bei Männern und bei Frauen auf.
Können also in Zukunft Hersteller von Produkten, die Zeit sparen ihren Umsatz steigern, indem sie Coupons von McDonalds ausgeben? Ich kann auf jeden Fall jetzt schon sagen, dass ich meinen Kunden nicht zu McDonalds einladen würde, wenn ich möchte, dass der Kunde langfristig investiert. Und jetzt, da ich euch schon mit den schönen Logos von oben konfrontiert habe, muss ich mich kurz halten, eure Geduld leidet schon.
Und wie immer freue ich mich auf euer Feedback zum Artikel und zum gesamten Blog an alexander_grosch@hotmail.com.
Nichtsdestotrotz muss ich hier einen kurzen Exkurs an diesen Artikel anschließen:
<<Update Teil 4. Da dasProjekt mittlerweile mit großem Erfolg betrieben wird, kann ich nochmals ein kleines Zwischenresumee ziehen. Zunächst möchte ich sagen, dass wir es tatsächlich geschafft haben das Projekt ohne Onlineauftritt und Onlineunterstützung erfolgreich zu gestalten. Natürlich ist dies nicht grundsätzlich möglich, sondern hängt unter Anderem von der Branche ab. Im Zusammenhang mit diesem Artikel muss ich außerdem erwähnen, dass sich trotz dem Trend zu FastFood auch andere Trends erkennen lassen. Dabei steht in erster Linie der Genuss, der die Ungeduld in den Köpfen der Konsumenten überflügeln kann. Dies ist allerdings nur möglich, wenn die Bedürfnisse der Kunden richtig umgesetzt werden und den Kunden Erwartungen kommuniziert, die vor Ort noch übertroffen werden. Denn nur ein BEGEISTERTER Kunde trägt seine Zufriedenheit nach außen weiter.>>


Hi,
ich hab jetz eben den Blog gefunden, weil ich mich für das Thema Marekting interessiere. Echt sehr interessant. Jetzt habe ich gerade den Exkurs zum Thema Choceria gesehen und wusste gar nich dass ihr auch zum Thema Marketing aktiv seid. Da ich in Bonn wohne hatte ich vor einigen Monaten den Genuss bei euch zu speisen. Echt super. Schade, dass es euren Laden nicht mehr gibt. Ich hab schon so oft was dazu gesucht und nie gefunden, jetz weiß ich wenigstens wieso s euch im Internet nie gab
.
Trotzdem nochmal Kompliment und toller Blog.
Grüße,
Sven
Von: Sven am Oktober 13, 2010
um 2:17 nachmittags
Da frage ich mich beim groben Lesen von neuromarket.wordpress.com schon, ob man selbst doof war. Herzlichen Dank für Ihre Einsichten
Von: Spielautomaten Online am November 24, 2010
um 5:55 vormittags