Verfasst von: Alexander Grosch | Juli 31, 2009

Somatische Marker und wie das Marketing sie steuern kann


 

Im letzten Artikel habe ich zum ersten mal intensiv von den somatischen Markern berichtet und wie diese als Grundlage unserer Kaufentscheidungen dienen. Nachdem wir jetzt wissen, dass die somatischen Marker wichtig für unsere Kaufentscheidungen sind, stellt sich die Frage, ob Unternehmen der Entstehung somatischer Marker tatenlos zusehen müssen oder ob sie in der Lage sind diese gezielt zu steuern.

Die Frage ist recht einfach zu beantworten. Auch wenn es uns Kunden und zum Teil auch den Marketingmanagern häufig nicht bewusst ist, stellt im Prinzip jede Marketingmaßnahme einen Versuch dar, positive somatische Marker zu bilden.

<<Exkurs: Jetzt mag man sich fragen, wieso es selbst den Marketing Managern nicht bewusst ist. Aber es handelt sich hier um Erkenntnisse aus der Hirnforschung bzw. dem Neuromarketing mit dem viele Unternehmen und somit auch Manager noch nicht allzu viel anfangen können. Mehr dazu in einem eigenen Artikel.>>

Ob jede Marketingmaßnahme in der Lage ist sinnvolle und nützliche somatische Marker zu bilden ist zwar fragwürdig, aber mit Sicherheit ist es bereits vielen Unternehmen gelungen solche aufzubauen. Für Marketing Manager ist es an sich eine günstige und einfache Aufgabe somatische Marker in den Köpfen der Konsumenten zu bilden. Im Prinzip geht es darum unsere implizite Aufmerksamkeit zu bekommen und eine Verbindung zwischen zwei ganz verschiedenen Dingen zu schaffen. Diese Verbindung kann unterschiedlichste Formen annehmen. In der Vergangenheit haben einige Unternehmen zum Beispiel versucht durch schockierende Bilder, Assoziationen zu ihrem Unternehmen zu schaffen.

Dabei stellt sich natürlich die Frage, welche Art von Verbindung am sinnvollsten ist. Es gibt positive, negative, schockierende, überraschende oder humorvolle Verbindungen, die genutzt werden können. Wie bereits erwähnt, gibt es bei verschiedenen Unternehmen unterschiedliche Herangehensweisen.

Ein Beispiel für eine, aus meiner Sicht, gelungene überraschende Aktion wurde von Sony vor der Einführung des Kinofilms Spider Man 3 gestartet. Dazu wurden Männertoiletten in Theatern und Kinos als Schauplätze verwendet. Jeder Mann, der zur Toilette ging, sah, wie üblich ganz normale Pissoirs und Klos. Nichts außergewöhnliches. Zumindest was auf Augenhöhe der Besucher zu sehen ist. Ging der Blick eines Mannes an die Decke, kam überraschendes zum Vorschein. Ein freistehendes Pissoir hing in 2,50 m an der Decke mit dem nebenstehenden Taxt: Spider Man 3…Coming Soon. Aus meiner Sicht ziemlich merk-würdig und ein super somatischer Marker. Was meint ihr dazu?


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