Verfasst von: Alexander Grosch | Januar 25, 2010

Was Spielekonsolen für die Werbung bedeuten können


 

Das Marketing konnte in den letzten Jahren -auch aufgrund des Neuromarketings- immer wieder neue, interessante Erkenntnisse darüber sammeln, wie wir auf verschiedene Werbeformen reagieren und ob es Unterschiede in der emotionalen und kognitiven Reaktion gibt. Dabei geben auch Unternehmen immer mehr Geld für die Forschung und Studien in diesen Bereichen aus.

Eine interessante Studie wurde im letzten Dezember von Microsoft und Emsense durchgeführt. Dabei wurde die Werbung im traditionellen Fernsehen mit der Werbung in der Spielekonsole XBox Live im Hinblick auf die Motivation der Zuschauer verglichen. Dafür wurden zwei Werbespots verwendet (ein 30-Sekunden Spot für Hyundai und ein 60-Sekunden Spot für Kia Motors). Dabei wurden einer Gruppe von Probanden die TV-Spots in ihrer herkömmlichen Version im Fernsehen gezeigt. Der anderen Gruppe wurden die Spots in Form von interaktiven Reklameflächen gezeigt, die mit weiterführendem Inhalt und Downloadmöglichkeiten gefüttert waren. Untersucht wurden die Reaktionen sowohl mit konventionellen Methoden als auch mit Methoden des Neuromarketing. Das heißt es wurden bio-sensorische Daten ebenso aufgenommen (Gehirnaktivität…), wie Verhaltensdaten (verbrachte Zeit) während des Erlebnisses und Selbst-Berichte der Probanden nach dem Erlebnis.

Die Ergebnisse zeigten eine bessere Erinnerungsquote und höhere emotionale und kognitive Aktivität bei den Probanden, die mit der XBox konfrontiert wurden. Außerdem beschäftigten sich diese Probanden intensiver mit der Werbung als die Probanden, die der Fernsehwerbung ausgesetzt waren. Die interaktiven Möglichkeiten der XBox Live sorgten dafür, dass sich die Probanden 238 Sekunden länger mit den Inhalten beschäftigten als mit dem Werbespot im Fernsehen. Dies führte neben einer besseren ungestützten Erinnerung zu einer besseren Markenbekanntheit. Konkret bedeutete das bei den XBox Live-Spots eine ungestützte Markenbekanntheit von 90 % und bei den Fernsehspots eine ungestützte Markenbekanntheit von 78 %.  

Die Ergebnisse der Studie sind zwar nicht schockierend neu, aber wahrscheinlich die ersten Erkenntnisse, die wie bereits erklärt durch konventionelle Methoden und Methoden des Neuromarketing gewonnen wurden.


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