Verfasst von: Alexander Grosch | Januar 6, 2011

Wie 10 Cent uns glücklich machen oder Stimmungswandel im Zeichen von Überraschungen


Ist die Frage nach dem persönlichen Glück nicht eine der größten und wichtigsten Fragen, zur der viele von uns ihr Leben lang oft Antworten suchen?

Doch was braucht es um uns glücklich zu machen? Nicht viel, wie eine Studie des Psychologen Norbert Schwarz zeigen konnte. Dabei genügen offensichtlich schon 10 Cent, um uns das gesuchte Glück zu bescheren. Norbert Schwarz und seine Kollegen legten wiederholt ein 10-Cent Stück neben einer Kopierer, wo sie wussten, dass es entdeckt werden würde. Dabei wurden die Probanden, die das Geldstück fanden kurz nach ihrer Entdeckung beobachtet und es zeigte sich dass ihre gesamte Zufriedenheit mit ihrem Leben deutlich höher lag, als die der Probanden, die das Geldstück nicht fanden.

In einem Interview mit der Baltimore Sun bemerkte Schwarz, dass es nicht um den Wert dessen geht, was wir finden, sondern darum, dass uns etwas Positives passiert. In dem Presseartikel der Baltimore Sun wurde ein ähnlicher Effekt dargestellt, der in einer anderen Studie untersucht wurde. Dabei wurden Probanden, die dabei waren einen Lebensmittelladen zu verlassen, darum gebeten ihre Zufriedenheit mit ihrem TV-Gerät zu bewerten. Die Probanden, die einige Minuten zuvor eine kostenlose Essensprobe bekamen, mochten ihre TV-Geräte mehr als die Probanden, die diese Probe verpassten.

Jetzt sind diese Erkenntnisse natürlich zunächst zwar sicherlich sehr interessant, aber eher für Psychologen und Glücksforscher als für Marketers. Was sind also die Erkenntnisse, die wir für das Marketing mitnehmen können?

Die wichtigste Erkenntnis ist mit Sicherheit, dass wir aus Sicht des Marketing die Möglichkeit haben, eine positive Stimmung mit einer Marke zu verbinden, wenn wir den Konsumenten eine kleine positive Überraschung bieten können. Und es muss keine außergewöhnlich teure oder große Überraschung sein, wie das Essensbeispiel deutlich macht.

Dabei sind natürlich unzählige Möglichkeiten denkbar, wie eine Marke mit positiven Stimmungen assoziiert werden kann. Es wäre beispielsweise denkbar ein Produkt mit einem kleinen kostenlosen und überraschenden Zusatz-Accessoire auszustatten, das der Kunde beim Öffnen der Verpackung entdeckt.


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